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  • Cacao

    Cacao – ein Getränk, das ich lange zu kennen glaubte. Bis ich realisierte, dass der „Kakao“, den wir im Laden kaufen, etwas komplett anderes ist als Cacao in seiner ursprünglichen Form und Intention. Lass uns gemeinsam in das Thema Roh- & Ritual-Cacao eintauchen.

    Um 2022 herum war ich eine Weile in der Klischee-Spiri-Bubble unterwegs. Hier durfte ich diesem „Getränk meiner Kindheit“ noch einmal ganz anders begegnen – auf eine Art, die sich nachhaltig in meinem Leben etabliert hat.

    In zeremoniellem Rahmen, wir hatten alle gefastet, trugen weiße Kleider und saßen auf Bali inmitten von Palmen, Kerzen, bunten Blütenblättern und Räucherstäbchen, wurde mir mein erster „ursprünglicher“ Cacao gereicht. Von einer Frau mit beeindruckender Lebensgeschichte, die lange mit Urvölkern in Südamerika lebte, um aus erster Hand, aus der Quelle, zu lernen, die die Bohnen selbst geerntet, in tagelanger Arbeit geöffnet & ihren Inhalt zu der Masse verarbeitet hatte, aus der sie später unseren Zeremonie-Cacao zubereitete.

    Der Cacao wurde uns zu einer Meditation gereicht, in der wir uns mit dem Spirit der Cacao-Pflanzen verbanden, die uns die Bohnen für dieses wohlig-warme gold-braun glänzende Getränk in unseren Händen, das für mich bis heute für die Fülle des Lebens steht, geschenkt hatten. Wir verbanden uns mit all unseren Sinnen mit dem Cacao. Wir rochen ihn. Spürten seine Wärme. Verloren unsere Blicke in ihm. Nahmen den ersten Schuck. Nicht auf die Art, auf die man Wasser trinkt, wenn man durstig ist (meine beste Freundin würde es „gulpen“ nennen). Sondern ganz langsam. Achtsam. Bedacht. Fast ehrfürchtig.

    Ich erinnere mich daran, wie überrascht ich von der Konsistenz war. Denn dieser Cacao war nicht flüssig – er war dick, kurz vor Pudding. Er ließ sich gar nicht schnell trinken. Ein Schluck erfüllte den ganzen Mund und lud dazu ein, zu entschleunigen, den letzten Rest Stress aus dem System zu entlassen, ganz bewusst zu schmecken, zu spüren, zu genießen. Ich fühlte mich im positivsten Sinne von diesem Cacao eingenommen, als würde er mich mit der Wärme und Liebe der ganzen Welt ausfüllen und verbinden. Es war eine wunderschöne erste Erfahrung.

    Im Laufe der Jahre nahm ich an unterschiedlichsten Cacao-Zeremonien Teil. In manchen lag der Fokus auf der Stimme der Raumhalterin, die uns mit einer Meditation durch die Erfahrung leitete. In anderen war es die Musik, die uns trug. Ruhige Musik, Mantren, Naturklänge. Aber auch mal Rolf Zuckowski oder Metallica. Ich betrat wunderschön dekortierte Räume voller Frauen, die sich erinnern wollten. Und trank Cacao ganz intim zu zweit in Stille mitten im dichten Wald, auf einem umgekippten Baumstamm sitzend.

    Cacao zog in meinen Alltag ein. Ich reichte ihn FreundInnen und Familie. Begleitete 2025 die letzte Session des Jahres einer Yoga-Class kurz vor Weihnachten in einer Kirche vor einem wunderschönen Weihnachtsbaum. Heute ist ein bewusster gemeinsamer Cacao bei ruhiger Musik mit meinem Partner der Start in jeden Sonntag. Meinen Ex-Freund und mich begleitete Cacao durch die Trennung, die wir voller Liebe & Dankbarkeit für die gemeinsame Zeit zelebrierten. Wir tranken ihn gemeinsam nach unserer letzten Übernachtung an einem kühlen Märzmorgen in Schlafsäcke eingekuschelt unter freiem Himmel. Und fühlten uns nicht getrennt. Sondern verbunden. 

    Weil es das ist, was Cacao macht. Er verbindet. Und erinnert. An die Vollkommenheit jedes Moments. An unsere Vollständigkeit. An die Zyklen des Lebens & ihre Richtigkeit. Seine Wärme erdet den Geist und öffnet das Herz. Und ganz außerhalb von spirituellen Konzepten & Praktiken, die einem entsprechen können oder auch nicht, sind es Antioxidantien & andere Nährstoffe, die Zeremonie-Cacao unserem Körper guttun lassen. Denn abgesehen vom Rahmen der Nutzung unterscheidet zeremoniellen Cacao und „Laden-Kakao“, dass der zeremonieller während des gesamten Entstehungsprozesses niemals so hoch erhitzt wird, dass seine Nährstoffe zerstört werden. Inhaltsstoffe, die den Körper in seinen natürlichen Funktionen unterstützen, bleiben erhalten. Das im Cacao enthaltene Theobromin ist vergleichbar mit Koffein, baut seine Wirkung jedoch deutlich langsamer auf und ab und kreiert so keinen extremen Peak mit anschließendem Tief und innerer Unruhe, sondern eine milde nachhaltigere und für den Körper entspanntere Versorgung. So kann Cacao eine sehr gute Möglichkeit auch für sensible Menschen sein, deren Körper auf Kaffee zu intensiv reagieren.

    Du spürst den Ruf, Deine ganz eigene Cacao Erfahrung zu erleben, alleine oder in der Gruppe? Melde Dich gerne mit Deinen Wünschen und Vorstellungen bei mir, damit wir den für Dich schönsten Raum kreieren können. Ich freu mich auf Dich! 

  • Coaching

    Coaching – die Komponente meiner Arbeit, mit der alles begann. Cacao führt uns in unsere Emotionen. Kunst lässt sie uns ausdrücken. Im Coaching erarbeiten wir das Bewusstsein dafür, welcher Schritt dran ist, was überhaupt gerade in Deinem System passiert, welche alten Ängste, Überzeugungen, unterbewussten Prägungen und Muster aktiv sind und wo Du Dich vielleicht selbst sabotierst, zurück- und kleinhältst.

    Ich habe in den letzten Jahren Kundinnen durch verschiedene Prozesse begleitet. Trennung vom Partner. Aufarbeitung einer alten Beziehung, während ein neuer Partner bereits da war und die Auswirkungen der alten Beziehung die neue massiv eingeschränkt haben. Zugang zur eigenen Wut kreieren. Umgang mit eigenen Gefühlen lernen. Familienthemen. Tod verarbeiten. Übergriffigkeit aufarbeiten. Mut kreieren, einen Job zu verlassen, der nicht gut tut. Für Bedürfnisse einstehen, Grenzen setzen und Rechte einfordern. Dem Chef gegenüber bei sich selbst bleiben: eine starke kompetente Frau, kein eingeschüchtertes Rehkitz mitten auf der Straße in akuter Gefahr, das um sein Leben kämpft. Start einer Weltreise trotz Gegenstimmen der Eltern. Frieden finden mit Kontaktabbruch. Schritt in die Selbstständigkeit. Beim Dating die richtigen Menschen anziehen. Starke Endometriose Beschwerden mildern. Auf den eigenen Zyklus einlassen. Umgang mit Panikattacken lernen. Start ins Muttersein. Verarbeitung eines Autounfalls. Kraftort und safe space in sich selbst kreieren.

    Die Themen wirken breit gefächert, haben aber alle einen gemeinsamen Kern: zurückfinden ins Vertrauen zu sich selbst, wahrnehmen der eigenen Herzensstimme, Mut kreieren, ihr zu folgen.

    Mit jeder Frau habe ich individuell gearbeitet. Kein Schema x verfolgt. Denn Wege, Bedürfnisse und Voraussetzungen sind extrem unterschiedlich. Während die eine Co-Regulation, Langsamkeit und Milde braucht, aktivieren die andere liebevolle Arschritte und ein konkreter Umsetzungsplan. Während die eine lernen darf, sich emotional zu öffnen und Nähe nach einem Vertrauensbruch wieder zuzulassen und als sicher zu integrieren, darf die andere lernen, dem Nein ihres Körpers zu vertrauen, es zu kommunizieren und endlich Räume zu verlassen, die ihr schon lange sämtliche Energie rauben. Während die eine viel Zeit in unangenehmen Gefühlen verbracht und wieder den Weg in die Lebensfreude finden darf, darf eine andere sich vielleicht zum ersten Mal überhaupt für ihre unangenehmen Gefühle öffnen und die Maske, alles wegzulächeln, fallen lassen.

    Meine Arbeit basiert nicht nur auf theoretischem Wissen, sondern vor allem auf Praxiserfahrung. Dem kostenlosen Coachen im Freundeskreis lange vor Start meiner Selbstständigkeit und der offiziellen Begleitung von KundInnen. Der Arbeit mit alten und teilweise dementen, depressiven und / oder körperlich eingeschränkten Menschen während meines FSJs. Und eigener Erfahrung. Eine große Rolle im Repertoire, das ich mit meinen Kundinnen teile, spielen Tools, Wege und Ansichten, die ich auf meinem eigenen Heilungsweg kennen und in ihrer Wirkung lieben lernen durfte.

    Wenn Du mehr über Deine Möglichkeiten mit meiner Arbeit erfahren möchtest, schreibe mir. In einem Kennenlerngespräch können wir dann gemeinsam schauen, ob wir harmonieren und wie ich Dich in Deiner konkreten Herausforderung am besten unterstützen kann. 

    Ich freue mich auf Dich! 

  • Kunst

    „Das Gegenteil von Depression ist nicht Freude, sondern Expression“ – dieser Satz hat mich in den letzten Jahren sehr begleitet. Meine eigene Geschichte prägen 10 Jahre Depressionen. Ich weiß, wie es ist, von sich selbst, der eigenen Intuition & den Gefühlen abgeschnitten zu sein. Ich weiß, wie sich Taubheit im eigenen Körper anfühlt. Ich habe über Jahre in einem Zustand „gelebt“, in dem ich nicht wirklich in meinem Körper war, sondern mit selbst aus der Vogelperspektive beim Existieren und Handeln zugeschaut habe, ohne das Gefühl, irgendwie Einfluss darauf nehmen zu können.

    2018, mit 21, begann ich meine dritte Therapie. Die, die den Unterschied für mich machte. Hier lernte ich, wieder in Kontakt zu meinen Gefühlen zu treten. Nicht nur zu den angenehmen. Auch, oder sogar erst Recht, zu Trauer, Angst, Enttäuschung und Wut. Auf meinem Heilungsweg realisierte ich, dass es immer radikale Annahme & authentischer Selbstausdruck sind, die Taubheit und Ballast auflösen. Es gab einen Moment in Therapie, in dem mein Therapeut mich fragte: „Frau Wolters, wenn Sie Durst haben, was machen sie dann?“ Und ich sagte: „Trinken!“ Er fragte: „Und wenn Sie Hunger haben? Was machen Sie dann?“ Ich antwortete: „Essen!“ „Okey. Was machen Sie, wenn Sie müde sind?“ „Ich schlafe!“ „Sehr gut. Und, Frau Wolters, was machen Sie, wenn sie wütend sind?“

    Ich schwieg. Denn in dem Moment realisierte ich, dass ich keine angemessene körperliche Reaktion auf Wut lebe (oder auch nur kannte). Ich schlucke sie einfach runter. Genauso wie Trauer. Ich wusste, wie oft mein Therapeut schon gesehen hatte, dass ich meinen Tränen schluckte, statt sie einfach laufen zu lassen. Wir beide wussten, dass ich mir in den unangenehmen Gefühlen keinen Ausdruck erlaubte. Und dass der Ausdruck meiner freudigen Gefühle eine Maske war. Ich reagierte auf schöne Momente zwar mit einem Lächeln, aber es erreichte nie meine Augen. Weil ich es nicht fühlte, sondern dachte. Weil ich es gar nicht fühlen konnte, weil ich mich mit dem Abschneiden von meinen unangenehmen Gefühlen auch von meiner Lebensfreude abgeschnitten hatte.

    In den folgenden Jahren lernte ich, mich wieder auszudrücken. Und: mich damit sicher zu fühlen, statt so verletzlich und angreifbar, dass ich direkt wieder alle Mauern hochfuhr, sobald ich ein kleines bisschen echt war. Ich übte auf verschiedenen Wegen, mir selbst, meiner Innenwelt, Ausdruck zu verleihen. Ich fing wieder an zu singen. Nicht für irgendwen. Einfach für mich allein unter der Dusche. Ich fing wieder an zu tanzen. Nicht für andere. Einfach mit mir allein in der Küche. Ich begann wieder, Gedichte zu schreiben und Bilder zu malen. Begann zu fotografieren & einen Blick für die verborgenen Schönheiten dieser Welt zu entwickeln.

    Ich realisierte: Kunst zu machen kreiert ganz viel Raum in meinem Inneren. Ich ging noch einen Schritt weiter: Ich begann, mich selbst als Kunstwerk zu sehen. Begann daran zu glauben, dass ich „work in progress“ und in jeder Phase wunderschön und für genau die Phase im Prozess vollkommen bin. Ich realisierte, dass Kunst nicht falsch sein kann – und dass dementsprechend ich, wenn ich ein Kunstwerk bin, ebenfalls gar nicht falsch sein kann. Es war die Kunst, die mich erinnerte, wie viel Schönheit, Richtigkeit & Relevanz in allem liegt. In allen Stilen. Impressionismus. Expressionismus. Kubismus. Surrealismus. Realismus. Abstraktion. Ballett. Latein. Hip-Hop. Solo. Gruppe. Und so übertragen auch in allen Arten, zu sein, und in allen Gefühlen. Nicht jede Art ist für jede(n). Aber jede Art ist für irgendwen wichtig, um sich gesehen & repräsentiert zu fühlen. Gefühle sind, genauso wie Stile, super unterschiedlich. Aber ebenfalls alle wichtig, weil sie nicht konkurrieren, sondern sich ergänzen.

    Aus genau diesem Grund, Kunst befreit, wird sie seit einer Weile ein immer wichtigerer Bestandteil meiner Arbeit. Cacao führt ins emotionale Innere. Coaching ins mentale. Und Kunst führt in den Ausdruck. In die Expression, die das Gegenteil der Depression ist. Ich habe mich in verschiedenen Phasen von verschiedenen Arten, Kunst „zu machen“, abgeholt gefühlt. Deshalb lege ich mich in meinen Angeboten auch nicht auf „die eine Art“ fest. Wir arbeiten mir allem: mir Worten, Bildern & Farben, mit Tönen und Tanz. Weil Bandbreite und die Möglichkeit, zu wählen, Fülle schafft. Die Fülle & Erfüllung, die in unserem Kern lebt, spiegelt, sichtbar macht. Weil wir es alle verdient haben, uns auf durch die Art auszudrücken, die wir gerade am meisten fühlen – und die uns am meisten (odre teilweise überhaupt erst wieder) fühlen lässt.

    Du möchtest mehr zu aktuellen Angeboten erfahren oder Deinen eigenen Raum des Ausdrucks zusammen mit mir kreieren, um das Meisterwerk in Dir wieder anzuerkennen? Melde Dich bei mir, damit wir schauen können, wie unsere individuelle Co-Kreation aussehen darf. Ich freu mich auf Dich!